2. Bundesliga

VfB Stuttgart und Kevin Großkreutz gehen getrennte Wege

Bildquelle: Kevin Großkreutz von Jeollo, vfb-exklusiv.de unter CC BY-SA 3.0

03.03.2017 Heute Nachmittag verkündete der VfB Stuttgart offiziell, dass man sich einvernehmlich von seinem Spieler Kevin Großkreutz getrennt hat. Als Grund gab man an, dass Spieler der ersten Mannschaft eine besondere Vorbildfunktion hätten und Großkreutz dieser nicht nachgekommen sei.

Weil ich Kevin Großkreutz schon sehr lange verfolge und mir einbilde, dass der Junge noch zu dem Kaliber Fußball-Profis gehört, das sich mit Herz und Seele zu 100% auf einen Verein einlässt, möchte ich das an dieser Stelle auch einmal loswerden.

Leistungstief nach der WM in Brasilien

Weder zu seiner Zeit bei Borussia Dortmund noch bei der Nationalmannschaft kann man dem Jungen aus sportlicher Sicht auch nur das geringste vorwerfen. Wenn er auf dem Platz stand, hat er für Mannschaft, Verein und Fans immer alles gegeben – und zwar meistens spürbar mehr als die anderen Spieler um sich herum. Nach dem Weltmeistertitel 2014 fiel er gefühlt in ein sportliches Loch, aus dem er in Dortmund nicht mehr herauskam. Verständlich daher für mich der Neuanfang und damit verbunden sein Wechsel zum VfB Stuttgart.

Vorbildlich auch beim VfB Stuttgart

Auch dort habe ich ihn lange Zeit beobachtet. Und auch im Schwabenland zeigte er seine Hingebung zum Verein, die ihn zuvor in Dortmund ausgezeichnet hatte. Er ging mit dem VfB den Schritt in die 2. Bundesliga – als Weltmeister! Nicht viele andere Profi-Fußballer hätten diesen Schritt gewagt.

Jetzt war er zusammen mit seinem Team auf einem guten Weg, direkt wieder in die Bundesliga aufzusteigen. Sechs Punkte liegt der VfB mittlerweile vor dem Relegationsplatz. Ich hoffe, dass sich das Team von der Geschichte um Großkreutz nicht negativ beeinflussen lässt. Rein sportlich gesehen wird er als Mitspieler natürlich fehlen. Die Qualität in der Mannschaft dürfte dennoch gut genug sein, um das erhoffte Ziel zu erreichen.

Großkreutz wünscht sich Ruhe

Heute ist jedoch wichtig, dass die Medien, allen voran die Zeitung mit den vier Buchstaben auf dem roten Quadrat, bei der Pressekonferenz gut auf die Worte von Kevin Großkreutz geachtet haben. Er hat sich für seine Fehler entschuldigt, die Konsequenzen spürt er gerade und er bittet darum, dass man ihn und seine Familie nun in Ruhe lässt.

Jeder Mensch macht Fehler und muss für diese geradestehen. Das hat er getan. Ab jetzt ist Kevin Großkreutz keine Person mehr aus dem öffentlichen Leben und das gilt es auch für diese Medien zu respektieren. Ich hoffe, dass er sich schnell von diesem Rückschlag erholen kann und wünsche ihm für seine Zukunft nur das beste.

Alles Gute Kevin!

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