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Spieler, die der DFB nicht braucht? – Lars Stindl

Wie bereits vorgestellt, gibt es beim Fussballblogger in der Vor-EM-Zeit eine neue Rubrik, die sich mit verdienten oder hochveranlagten Spielern beschäftigt, die derzeit nicht ins Raster der Spielidee von Joachim Löw fallen. Diese Spieler standen somit in der Vergangenheit eher selten bis gar nicht im Rampenlicht des DFB.

Beim letzten Mal war es Alex Meier von der Eintracht aus Frankfurt, den wir in diesen illustren Kreis an fußballerischen Potential aufgenommen haben.

Der heutige Name lautet: Lars Stindl (27, Borussia Mönchengladbach).

Aus der Jugend des Karlsruher SC hervorgegangen spielte er mit den Badenern in der 2. Bundesliga und schnupperte auch erste Bundesliga-Luft. Es folgte der Wechsel nach Hannover, wo er zur absoluten Gallionsfigur wurde. In der Saison 14/15 als er die Niedersachsen dann als Kapitän aufs Feld führte, war kein Geringerer als Stindl selbst der Garant für den Nichtabstieg nach einer nicht optimal verlaufenen Saison. Mit 1o Toren und 4 Vorlagen in lediglich 21 Spielen war er zugleich Anführer und einer der Topscorer seines Teams. Mehrere Verletzungen hinderten ihn daran, öfter auf dem Rasen zu stehen. Nachdem der Abstieg vermieden werden konnte, zog es Stindl weiter zu Borussia Mönchengladbach um weiterhin auch auf europäischer Ebene im Fussballgeschäft mitmischen zu können.

Unter Lucien Favre zunächst auf mehreren Positionen ausprobiert (ST, DM, RM, OM), fand er erst richtig zu seiner Stärke unter dem aktuellen Coach, Andre Schubert. Hier agiert er zumeist als hängende Spitze hinter Raffael, als Bindeglied zwischen Mittelfeld und Angriff. Wenn ich mir selbst Spiele von Borussia Mönchengladbach ansehe, so hallt der Name Stindl bei mir immer etwas nach, denn ich sehe ihn zumeist als einen der Stärksten seines Teams. Wie man in der Fussballersprache sagt: Er macht die Meter! Er läuft viel, reißt Räume auf und weiß, seine Mitspieler in Szene zu setzen. Er kommt aber auch in konstanter Regelmäßigkeit selbst zu Torabschlüssen.

Auf Nationalmannschaftsebene ist natürlich klar, dass die Konkurrenz auf der offensiven Position hinter der Spitze sehr groß ist. Mit Özil, Müller und Götze stehen hier Namen, die ihr Ausnahmekönnen auf Länderspielebene bereits gezeigt haben. Allerdings wäre es aus meiner Sicht kein schlechter Schachzug einen Mann wie Lars Stindl bei einem solchen Turnier in der Hinterhand zu haben. Wenn das Aufbauspiel nicht so richtig funktioniert, der Gegner die Räume eng macht und die Ballzauberer keinen rechten Weg zum Durchkommen finden. Dann ist ein Lars Stindl genau der richtige Mann. Einer der auch mal unnötige Wege geht, um so mehrere Spieler zu beschäftigen und Lücken zu finden.

Was ist eure Meinung zu Lars Stindl?

1 Kommentar

  1. Hagen sagt:

    Guten Morgen, zunächst einmal gefällt mir die neue Rubrik sehr gut! Bei Alex Meier bin ich mir nicht sicher, ob er bis zur EM seine Topform wieder erlangt. Daher würde ich da genau wie Löw auch eher an Gomez festhalten, der vor allem international viel mehr Erfahrung mit sich bringt.
    Bei Stindl bin ich aber auf deiner Seite. Der hat richtig viel Qualität und bringt die auch noch konstant auf den Platz. Wenn ich mir da andere Spieler auf der Position anschaue, bin ich doch der Meinung, dass Stindl die bessere Wahl wäre. Özil ist für mich zwar indiskutabel. Aber ein Draxler, ein Schürrle, ein Bellarabi und mit Abstrichen auch ein Marco Reus haben eine viel größere Streuung in ihren Leistungen und sind dazu teilweise sehr verletzungsanfällig. Also ich würde einen Lars Stindl sehr gerne regelmäßig im deutschen Kader sehen. Wäre meiner Meinung nach eine Verstärkung.

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