Testbericht-Serie Konsolenfußball

FIFA 17 – Allgemeiner Testbericht

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Nachdem wir über das etwas früher erschienene PES 2017 bereits einen allgemeinen Testbericht geschrieben haben, ist nun FIFA 17 an der Reihe. Auch das Konsolenfußball-Spiel von EA Sports muss auf Herz und Nieren geprüft werden. Testobjekt ist auch dieses Mal ein XBOX One-Exemplar. Im nachfolgenden Artikel möchten wir euch das Spiel vorstellen und dabei auf die allgemeinen Auffälligkeiten eingehen.

Der erste Start verzögert

Bevor ich FIFA starten konnte, musste ich erst einmal ein Update von rund 800 MB herunterladen. Je nach Internetverbindung kann sich der Start also schon verzögern. Ist das Update dann aber heruntergeladen und installiert, kann man endlich loslegen.

Gleich zu Beginn hat man die Aufgabe, das FA Cup-Finale mit Chelsea London gegen Manchester United zu spielen. Mit von der Partie sind bereits Neuzugänge wie Zlatan Ibrahimovic oder Paul Pogba auf Seiten der Red Devils oder David Luis auf Seiten der Blues. Die folgende Galerie zeigt ein paar Eindrücke dieses Spiels, welches ich mit 5:3 nach Verlängerung für mich entscheiden und damit meinen ersten Titelgewinn feiern konnte.

Nach diesem schönen Spieleinstieg folgt der offizielle Start der Vollversion von FIFA 17. Die Verbindung zu den EA Servern wird hergestellt, sodass man die Endbenutzerlizenzvereinbarungen lesen und akzeptieren kann. Im Anschluss daran wird automatisch Spielstärke, Controller-Belegung und das favorisierte Team bestimmt. Aufgrund meiner FIFA-Vorgeschichte wurde ich auf „Weltklasse“ eingestellt und erhielt den BVB als Team. Das Team ist dann auch entscheidend für den nächsten Schritt. Hier kann man zustimmen, ob man am Modus „Support your Club & League“ teilnehmen möchte.

Wer bereits frühere FIFA-Versionen gespielt hat, erhält je nach Fortschritt diverse Belohnungen.

Sehr übersichtliches Menü

Das Hauptmenü ist bei FIFA 17 so übersichtlich wie nie zuvor. Es ist in vier Reiter „Menü“, „Spielen“, „Online“ und „Anpassen“ unterteilt. Außerdem ist es auf wenige Punkte reduziert, sodass man schnell zum gewünschten Modus kommt.

Im ersten Reiter „Menü“ gibt es drei Kacheln. Links wird immer der Modus angezeigt, den der Spieler zuletzt gespielt hat. Da ich in letzter Zeit den Karriere-Modus getestet habe, wird mir hier angeboten, diesen fortzusetzen. Rechts oben sind Videos zu finden, wie beispielsweise das Making of zu „The Journey“ oder zu den Frostbite-Neuerungen. Darunter wird der Ultimate Team-Modus angeteasert, indem man einerseits die Stars im Blickpunkt und andererseits das Team der Woche präsentiert bekommt.

Der Titel des zweiten Reiters „Spielen“ sagt eigentlich schon all das aus, was man dort finden kann. Vom neuen Single Player-Modus „The Journey“ über die Karriere als Spieler oder Trainer, diverse Skill-Spiele, die Trainingsarena oder Turniere bis hin zum Ultimate Team-Modus kann der Spieler dort starten.

So viele Online-Modi wie nie bietet FIFA 17 in diesem Jahr. Erreichbar sind alle über den dritten Reiter „Online“. Neben den Einzelspieler-Saisons gibt es die Koop-Saisons, normale Freundschaftsspiele gegen Bekannte, die virtuelle Bundesliga und die Pro Clubs. Bei letzterem erstellt ihr zusammen mit Freunden einen Verein und spielt 11 gegen 11 gegen andere Vereine.

Im letzten Reiter „Anpassen“ findet ihr alles, was nötig ist, um Spieleinstellungen, Teams, Spieler oder Taktikvorlagen anzupassen. Hier könnt ihr auch neue Spieler erstellen oder die vorhandenen Musiktitel abspielen.

Realistisches Gameplay

Weil EA noch einmal am Spieltempo geschraubt hat, wirkt das Spiel noch realistischer. Aber auch sonst hat man sich einige Neuerungen in Sachen Gameplay überlegt.

So funktioniert der neue Flachschuss beispielsweise einwandfrei. Indem man die Schusstaste gedrückt hält und sie dann erneut einmal drückt, kann man ganz bewusst flach schießen – oder auch flach köpfen. Auch die Torhüter machen einen sehr guten Eindruck. Gegentore werden mit spektakulären Paraden verhindert und sie wirken hellwach.

Am meisten geändert hat sich allerdings bei Eckbällen, Freistößen und den Elfmetern. Bei Standardsituationen hat der Spieler nun eine neue Perspektive und zielt mit einem kleinen Kreis auf die Stelle, zu der der Ball gespielt werden soll. Das ist zunächst gewöhnungsbedürftig. Nach ein paar Spielen hat man aber den Dreh raus. Nur das Elfmeterschießen ist nicht so gut gelöst. Das hätte man auch so lassen können wie es früher war. Beim jeweils ersten Auftreten der Standardsituation erscheint eine kurze aber sehr hilfreiche Erklärung.

Zu guter Letzt noch ein Meckern auf ganz hohem Niveau: Obwohl man in einem Spiel bereits alle möglichen Auswechslungen vollzogen hat, machen sich an der Seitenlinie weitere Auswechselspieler warm. Störend ist das aber nun wirklich nicht.

Frostbite überzeugt auf voller Linie

Die Einlaufsequenz bei einem Bundesligaspiel inklusive der Bundesligahymne und der originalgetreuen Sky-Einblendungen wie Spielaufstellungen oder Präsentation des Schiedsrichters machen einen überragenden Eindruck. FIFA ist in Sachen Grafik in der Neuzeit angekommen.

In den sehr flüssigen Animationen erkennt man bekannte Spieler wie Zlatan Ibrahimovic oder Pierre-Emerick Aubameyang auf den ersten Blick. Weniger bekannte Spieler wie Ingolstadts Vize-Kapitän Roger oder BVB-Allrounder Gonzalo Castro sehen zwar aus grafischer Sicht top aus, sind aber keinesfalls so perfekt abgebildet wie die erst genannten.

Sowohl Spieler als auch Trainer zeigen richtige Emotionen. Vom Jubeln und Lächeln nach einem Tor bis hin zum Kopf schütteln nach einer vergebenen Chance ist alles dabei. Auch das Problem mit Spielen im Winter wurde behoben. Hat man in FIFA 16 bei Schnee noch keinen Ball gesehen, so kann man in FIFA 17 deutlich zwischen Schnee und Ball unterscheiden.

Und auch bei den Zuschauern hat FIFA 17 einen ordentlichen Fortschritt gemacht. Endlich sehen sie wie echte Zuschauer aus und bewegen sich auch wie solche.

Bei den Wiederholungen hat sich zwar nicht allzu viel geändert. Durch Frostbite machen diese aber ebenfalls einen klasse Eindruck.

Vielzahl an originalgetreuen Stadien

Die Stadien der großen Teams sind dabei. In England sind das beispielsweise das Old Trafford von Manchester United oder die Anfield Road vom FC Liverpool. In der Bundesliga sind u.a. die Allianz-Arena des FC Bayern oder der Signal Iduna-Park von Borussia Dortmund zu finden.

Die Stadien der kleineren Teams fehlen leider. Einerseits ist es für mich nur eine Frage der Zeit, wann auch diese Stadien mit dabei sind. Andererseits kann ich als hauptberuflicher Web-Entwickler durchaus auch den Aufwand abschätzen, der hinter der virtuellen Abbildung eines solchen Stadions steht. Von daher gebe ich mich mit der aktuellen Anzahl an originalgetreuen Stadien absolut zufrieden.

Auch die Fangesänge der einzelnen Vereine gefallen mir sehr gut. Sie könnten nur noch ein wenig lauter sein. Womöglich kann man die Lautstärke der Gesänge aber sogar einstellen. Das werde ich in den nächsten Tagen noch überprüfen.

Abwechslungsreiche Kommentatoren

Genau wie in FIFA 16 stehen auch für FIFA 17 die beiden Kommentatoren Wolff-Christoph Fuss und Frank Buschmann bereit. Und nicht umsonst gilt gerade Fuss als Deutschlands beliebtester Fußball-Kommentator. Auch seine bisherigen FIFA-Auftritte waren aus Spielersicht ein voller Erfolg. Zusammen mit Buschmann kommentiert er die virtuellen Spiele äußerst unterhaltsam.

Klar ist natürlich aber auch, dass die Programmierer in Zusammenarbeit mit den beiden Kommentatoren nicht jeden Fall abdecken können. Kleine Schwächen in Sachen Wiederholungen gibt es also auch bei FIFA 17. Insgesamt aber hinterlassen die beiden Kommentatoren einen sehr guten Eindruck.

Fazit zu FIFA 17

Früher habe ich oft so Sprüche gelesen wie „Das ist das beste FIFA aller Zeiten“ und dachte mir „naja…“. Wenn ich in diesem Jahr aber alle Komponenten zusammenzähle, komme ich in der Tat zum Schluss, dass es das beste FIFA ist, das ich jemals gespielt habe. Der Kauf von EAs neuestem Fußballspiel lohnt sich also auf alle Fälle für euch.

Weitere Testberichte folgen

Nach den allgemeinen Testberichten zu Konamis PES 2017 und EAs FIFA 17 folgen in den nächsten Wochen detaillierte Berichte zu den beliebtesten Spielmodi der beiden Konsolenfußballspiele.

Bei PES 2017 sind das der Karrieremodus „Meister-Liga“, der Modus „myClub“, bei dem man sein eigenes Team aus beliebigen Spielern zusammenstellt, und der Modus „Werde zur Legende“, bei dem man die Karriere eines einzelnen Fußballers hautnah erleben kann.

Bei FIFA 17 testen wir den Karrieremodus als Manager, den beliebtesten FIFA-Modus „Ultimate Team“ und die ganz neue Single Player Kampagne „The Journey“.

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