Absoluter Wahnsinn

Der FC Barcelona verzaubert die Fußball-Welt in der Champions League

UEFA Champions League

13.03.2017 Man musste es erstmal eine Woche sacken lassen, was sich in den vergangenen Spielen der diesjährigen Champions-League-Saison in den europäischen Stadien abgespielt hat. In diesem Achtelfinale dürfte wohl ein neues Unterhaltungs-Level erreicht worden sein.

Hier ein kurzer Abriss bevor wir ins Detail gehen: Die Bayern machen kurzen Prozess mit Arsenal, Dortmund zeigt Benfica Lissabon eindrucksvoll wo der Hammer hängt, Real kickt im Vergleich Neapel fast schon glanzlos aus dem Turnier und Barca zementiert sich sein eigenes Fußball-Denkmal gegen Paris.

Immer wieder die Bayern

Das dürften sich der FC Arsenal und sein Coach Arsène Wenger gedacht haben. In schöner Regelmäßigkeit treffen nämlich die Gunners in der CL auf die Münchner. Bereits in den Spielzeiten 2012/2013 und 2013/2014 war für die Londoner im Achtelfinale Schluss gegen den deutschen Rekordmeister. In der vergangenen Saison traf man bereits in der Gruppenphase aufeinander. Dieses Jahr nun wieder im Achtelfinale und da ist wieder einmal Endstation für die britischen Hauptstädter. Nach einem 5:1 im Hinspiel in München war man gespannt was in London passieren würde. Die Bayern für ihre Auswärts- und Rückspielschwächeleien der letzten Jahre bekannt, begannen auch etwas nervös. Arsenal ging folgerichtig in durch Walcott in Führung. In der zweiten Halbzeit dann die Wende. Nach einem Foul (wurde heiß diskutiert) von Koscielny an Lewandowski sah der Abwehrchef die rote Karte und der Pole verwandelte selbst den fälligen Elfmeter zum Ausgleich. Im Anschluss brach Arsenal vollends auseinander. Endstand wiederum 5:1 für die Bayern. Für das kommende Jahr kann Arsène Wenger (sofern noch Coach von Arsenal) nur hoffen, dass man die Bayern so lange wie möglich umgehen kann.

Es steht und fällt mit Aubameyang

Im Hinspiel in Lissabon hatte der Topstürmer der Borussia aus Dortmund noch ordentlich Ladehemmung. Obwohl klar feldüberlegend, schafften es die Westphalen nicht auch nur ein einziges Tor in Portugal auf die Anzeigetafel zu zaubern. Allen voran Aubameyang versiebte diverse Großchancen. Endstand 1:0 für Benfica. Für das Rückspiel in Dortmund hatte man sich daher sicherlich einiges vorgenommen. Es folgte eine Fußball-Gala im Signal-Iduna-Park, weil auch Aubameyang wieder funktionierte. Mit 3 Toren war der Gabuner maßgeblich am Erfolg seines Teams beteiligt. Endstand war ein deutliches (und auch in dieser Höhe von meinem Kollegen Christian im Bitburger-Fantalk angekündigtes) 4:0 für die Borussen.

Real Madrid kann sich auf Sergio Ramos verlassen

Real kann in diesem Achtelfinale fast schon als Langweiler bezeichnet werden, obwohl es auch hier im Rückspiel eine Zeit lang ziemlich spannend war. Nach einem 3:1 im Hinspiel in Madrid gegen den SSC Neapel musste man also im Rückspiel nach Italien reisen. Nachdem Mertens die Neapolitaner früh mit 1:0 in Führung brachte, war alles wieder offen. Dann kam aber die Stunde von Real-Kapitän Sergio Ramos. Obwohl Madrid über eines des gefährlichsten Angriffs-Trios der Welt verfügt (Ronaldo, Benzema, Bale), war es der Innenverteidiger Ramos, der mit einem Kopfball zunächst das 1:1 erzielte. Kurz darauf setzte sich der Spanier wieder im Luftduell durch. Sein Kopfball wurde diesmal unhaltbar abgefälscht und schlug wieder im Netz ein. Trotz dieser geballten Offensiv-Power der Madrilenen, bleibt der Innenverteidiger doch der Mann für die ganz wichtigen Tore.

Barca setzt sich selbst ein Denkmal

Zunächst kamen die Katalanen erstmal deutlich mit 4:0 in Paris unter die Räder. Aber wenn man ein Wunder schaffen will, muss man sich natürlich auch erstmal in eine fast aussichtslose Ausgangslage bringen. Im Rückspiel in Barcelona war bereits aber vor dem Anpfiff klar, wenn jemand ein solches Wunder vollbringen kann, dann ist es der FC Barcelona. Luis Suarez setzte auch früh den Grundstein für den Bau dieses Fußball-Weltwunders. Bei seinem Kopfball-Lupfer aus 5 Metern machte der deutsche Schlussmann der Pariser, Kevin Trapp, keine allzu gute Figur. Ahnte jedoch sicher nicht was noch folgen sollte. Barca trieb die Bauarbeiten ordentlich an. In der 50. Minute stand es bereits 3:0 für die Hausherren und das Wunder war zum ersten Mal zum Greifen nahe. Dann kam jedoch die PSG-Abrissbirne mit Namen Edinson Cavani. Mit seinem 3:1 Anschlusstreffer in der 62. Minute sorgte er für viel Bestürzung in ganz Barcelona. Es war klar, dass Barca nun weitere 3 Treffer bräuchte um hier noch weiterzukommen. Eigentlich unmöglich. Aber was heißt schon eigentlich. Entgegen jedem normalen Spielverständnis und jeder Vernunft schaffte Barca das Unmögliche. Als alle beim Stand von 5:1 schon in dem Gedanken versunken waren ein Fast-Wunder gesehen zu haben, warf sich Sergi Roberto in eine Flanke von Neymar und beförderte den Ball vorbei am fassungslosen Kevin Trapp ins Tor. Dann war Schluss und die Freude in Barcelona kannte keine Grenzen mehr. Es bedarf sicher einiger Zeit bis wir ein solches Spektakel erneut bestaunen dürfen.

In dieser Woche entscheidet sich auch wer die restlichen 4 Mannschaften sind, die ins Viertelfinale einziehen werden. Juventus Turin trifft auf den FC Porto, Leicester City bekommt es mit dem FC Sevilla zu tun, Monaco empfängt Manchester City und Bayer Leverkusen muss gegen Atletico Madrid ran. Wir vom Fußball-Blogger drücken Bayer natürlich alle 4 Daumen, damit auch die dritte deutsche Mannschaft eine Runde weiterzieht.

Wenn ihr ebenso wie wir überwältigt seid von diesem Achtelfinale, dann teilt gerne eure Emotionen mit uns und hinterlasst sie hier in Schriftform. Denn von Emotionen lebt der Fußball!

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