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Die Qual der Wahl

Bundestrainer Joachim Löw verfügt in allen Mannschaftsteilen über Spieler von Weltklasseformat. Angefangen im Tor mit Manuel Neuer, dem amtierenden Welttorhüter. Ob in der Champions League und in der Bundesliga für den FC Bayern München oder im Trikot mit dem Adler auf der Brust, der 27-Jährige zeigt sich jederzeit als Herr der Lage. Neuer versteht es, ein Spiel zu lesen, tritt weit vor sein Tor und fängt lange Pässe ab, die ansonsten zu gefährlichen Kontern geführt hätten. Auch seine Klasse in der Spieleröffnung sucht unter den Torhütern auf der Welt ihresgleichen. So wird er ins Aufbauspiel wie ein elfter Feldspieler mit einbezogen und leitet die Angriffe mit klugen Pässen ein. Sein Status als deutsche Nummer eins ist damit unumstritten.

Defensiv: Probleme auf der Außenbahn

Viel umkämpfter sind hingegen die Positionen in der Innenverteidigung. Jerome Boateng, Per Mertesacker und Mats Hummels streiten hier um die zwei Stellen in der Stammformation. Der Dortmunder Hummels hatte in der vergangenen Saison mit einer Fußverletzung zu kämpfen, weshalb die beiden Konkurrenten leicht die Nase vorn haben dürften. Alle drei verkörpern ein herausragendes Niveau, das sie sowohl in der Nationalelf als auch in ihren Vereinen Woche um Woche abrufen. Anders sieht es in der Außenverteidigung aus, wo sich die Problemzone der deutschen Elf befindet. Auf links hat sich Erik Durm nach ansprechenden Leistungen zur WM gespielt. Mit seiner Lauf- und Kampfstärke ist er in der Defensive ein verlässlicher Spieler, der im Vergleich zu Marcel Schmelzer zudem im Spiel nach vorne Stärken aufweisen kann. Auf rechts war in den vergangenen Jahren Kapitän Philipp Lahm gesetzt, den Bundestrainer Joachim Löw nach dem Ausfall von Ilkay Gündogan und dem noch immer nicht bei 100% stehenden Sami Khedira allerdings im defensiven Mittelfeld benötigen könnte. So eröffnet sich die Chance für Kevin Großkreuz, der in Dortmund auf dieser Position seine Qualitäten zeigte. Im defensiven Mittelfeld hofft Löw auf die Fitness von Khedira, der im Herbst vergangenen Jahres einen Kreuzbandriss erlitt. Mit dem 27-Jährigen in Topverfassung neben Bastian Schweinsteiger wäre Deutschland in der Zentrale außerordentlich stark besetzt.

Offensiv: Wer hat die beste Fitness?

Im offensiven Mittelfeld hat Joachim Löw die Qual der Wahl. Mit Mesut Özil, Mario Götze oder Toni Kroos im Zentrum und Marco Reus, Thomas Müller, Lukas Podolski oder Andre Schürrle auf den Außen kämpften eine ganze Reihe von dynamischen und technisch versierten Spielern um einen Platz in der ersten Elf. In vorderster Front wiederum mangelt es im deutschen Kader an Alternativen. Hier entspricht der 35-jährige Miroslav Klose am meisten der Spielphilosophie Joachim Löws – obwohl er bei Lazio Rom mit wechselhaften Leistungen aufwartete und auch mit Verletzungen zu kämpfen hatte.

Und hier ist auch schon das große Problem der DFB-Elf. Klose, Khedira, Schweinsteiger, Lahm, Neuer: Es sind gerade die vielen Verletzungen von Schlüsselspielern, die den deutschen Nationalcoach vor einige Herausforderungen stellen. Nur wer über optimale Fitness verfügt, wird den Strapazen einer Weltmeisterschaft unter der sengenden Sonne Südamerikas standhalten können.

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Über den Autor

Christian Schätzle
Christian Schätzle

Christian Schätzle gründete den deutschen Fussball Blog "Der Fussball-Blogger" im Jahr 2007 und ist bis heute als Redakteur an Bord. Seit seinem fünften Lebensjahr steht der Fussball für den hauptberuflichen Webentwickler fast immer an erster Stelle in seinem Leben. Diese Leidenschaft versucht er auch in seinen Artikeln zu transportieren. 2013 ließ er sich von der Leidenschaft der Fans von Borussia Dortmund infizieren und unterstützt den Verein seitdem in guten wie in schlechten Zeiten. Schätzle selbst spielte bereits bei drei verschiedenen Fussball-Vereinen im Herrenbereich und war zudem zwei Jahre als Spielertrainer tätig. Zusätzlich zum aktiven Spielgeschehen unterstützt er ehrenamtlich die Vorstandsarbeit des FC Hirschhorn.

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1 Kommentar

  1. Christian sagt:

    Alles super, aber wie spielten sie Samstag? Gleiches System wie gegen Portugal?

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