Internationale Nachrichten

Borussia Dortmund und Real Madrid im Champions League-Viertelfinale

Der deutsche Meister Borussia Dortmund und der spanische Meister Real Madrid stehen seit gestern Abend im Viertelfinale der diesjährigen Champions League.

Vor zwei Wochen erzielte Dortmund auswärts beim Achtelfinalgegner Schachtar Donezk noch ein 2:2. Für das gestrige Rückspiel waren die Vorzeichen also klar. Dortmund genügte ein Unentschieden (0:0 oder 1:1), um ins Viertelfinale zu gelangen. Jürgen Klopp hat jedoch bereits in Interviews vor dem Spiel klar gemacht, dass man zu Hause nicht auf Unentschieden spielt.

Quelle: bvb.de

Spätestens nach dem 1:0 von Felipe Santana in der 31. Minute dürfte das auch dem Letzten klar geworden sein. Und warum auch auf die Defensive verlassen, wenn man aktuell eine der besten Offensivabteilung weltweit hat. Am Ende schickte man den amtierenden ukrainischen Meister nach Toren von Santana, Mario Götze und Jakub Blaszczykowski und einer sehr starken Mannschaftsleistung mit 3:0 nach Hause.
Ein weiterer Champions League-Abend, an dem die Borussia aus Dortmund Europa gezeigt hat, dass man mit ihr bei der Vergabe des Henkelpokals rechnen muss.
Bei Donezk muss man ganz klar sagen, dass Dortmund in der diesjährigen Form eine Nummer zu groß war. Man muss sich allerdings auch an die eigene Nase fassen. Unverständlich, wie man mit Willian den besten Spieler in der Winterpause an den russischen Verein Anzhi Makhachkala abgeben konnte. Nach der Champions League-Vorrunde wurde Donezk zu Recht noch als Geheimfavorit gehandelt.

Im zweiten Achtelfinale am gestrigen Abend standen sich Manchester United und Real Madrid gegenüber. Zusammen mit der Paarung FC Barcelona gegen AC Mailand sicherlich die – rein von den Namen der Teams her – interessanteste Begegnung im Achtelfinale.
Nachdem Manchester im Hinspiel in Madrid ein 1:1 schaffte, hatte man im Rückspiel geringe Vorteile und konnte sich eher auf das Kontern konzentrieren. Real musste kommen. Konsequenz daraus war leider, dass sowohl Wayne Rooney als auch Shinji Kagawa nur auf der Bank Platz nahmen. Aus meiner Sicht schon vor Spielbeginn der erste Fehler von United. Eine weitere Konsequenz aus der Kontertaktiv von Manchester war ein she ereignisarmes Spiel mit wenigen Torchancen. Nach der Halbzeit erzielte Manchester aus einer Abseitsposition heraus dann das 1:0 und alle dachten, dass die Engländer damit den Sprung ins Viertelfinale schaffen.

Quelle: manutd.com

Nur zehn Minuten nach der Führung stellte der schwache türkische Schiedsrichter Cüneyt Çakır allerdings Nani von Manchester United mit glatt Rot vom Platz. Seine zweite spielentscheidende Fehlentscheidung innerhalb weniger Minuten. Bei der Ballannahme trifft Nani seinen Gegenspieler mit gestrecktem hohen Bein, jedoch keinesfalls absichtlich und bei weitem nicht so gefährich, als dass man hier die rote Karte zeigen musste. Der Platzverweis stärkte Madrid derart, dass man das Spiel durch Tore von Luka Modric und Cristiano Ronaldo noch 2:1 gewinnen konnte.
Somit stehen die Spanier ebenfalls im Viertelfinale. Der sehr wahrscheinlich kommende englische Meister fühlt sich betrogen und muss sich von nun an voll auf die Liga konzentrieren.

Die ersten beiden Viertelfinalisten, Borussia Dortmund und Real Madrid, sind für mich beides Mannschaften, die den Titel holen können. Den Dortmundern traue ich den ganz großen Sprung aber eher zu, da Madrid dieses Jahr keine Übermannschaft hat und Dortmund in der Vorrunde bereits gezeigt hat, dass man stärker als der spanische Meister ist.

Heute Abend geht es mit den beiden Partien Paris St. Germain gegen den FC Valencia und Juventus Turin gegen Celtic Glasgow weiter. Voraussichtlich ein eher langweiliger Champions League-Abend. Sowohl Paris als auch Turin konnten ihr Auswärtshinspiel gewinnen. Ein Weiterkommen von Valencia wäre eine Überraschung. Bei Glasgow wäre es ein Wunder…

1 Kommentar

  1. Khoa Nguyen sagt:

    Das Spiel war echt der Hammer im Halbfinale. Aber jetzt freue ich mich in München auf die Public Viewing Möglichkeiten zum CL Finale Bayern vs Dortmund. Möge der Bessere gewinnen!

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