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Anstoßzeiten der Bundesliga ab der Saison 17/18

Wie sicher der ein oder andere bereits vernommen hat, plant man im Hause DFL eine Veränderung der Anstoßzeiten der 1. Bundesliga.

Im Konkreten sehe der nächste Schritt so aus, dass es zu dem in den letzten Jahren hinzugekommenen Freitags-Spiel und den beiden regelmäßigen Sonntags-Spielen, nun noch über die Saison verteilt fünf weitere Sonntags-Spiele mit Anstoßzeit um 13:30 Uhr gäbe und als Krönung noch fünf Montags-Spiele mit Anpfiff um 20:15 Uhr.

So ist es zumindest bereits am 03.07.2015 auf der Internetseite der „Sportschau“ zu lesen gewesen.

Mittlerweile ist sogar für Mai 2016 ein erster Testlauf in Sachen Montags-Fussball angesetzt. Wie der „Spiegel“ bereits am 22.03.2016 berichtete, treffen sich am 2. Mai die Spieler des SV Werder Bremen und des VFB Stuttgart zu einer selbst für sie untypischen Zeit um den 32. Spieltag abzuschließen.

Man sollte sich nun fragen: Wohin führt der Weg?

Wenn es sich am 02.05.2016 zum Teil noch dadurch begründen lässt, dass Polizei und Co. am Sonntag, den 1.Mai ohnehin schon alle Hände voll zu tun haben, so dürfte die endgültige Etablierung der neuen Spieltagsterminierung ab der Saison 17/18 wohl eher weniger mit der Belastung und den Sicherheitsbedenken der Polizei zu tun haben.

Nein, Grund für diese Änderungen sind das finanzielle Potenzial neuer TV-Verträge und dem damit einhergehenden Wunschgedanken: Endlich so zu sein wie die Engländer!

Denn nicht nur im direkten Vergleich der Nationalmannschaften vom 26.03.2016 (Endstand GER 2:3 ENG), sondern auch in dem aus TV-Verträgen resultierenden finanziellen Erlös hinkt Deutschland seinem Konkurrenten von der Insel derzeit hinterher.

Wie gerne würde man auch in der Bundesliga einen Rekordtransfer nach dem anderen vermelden können. Aber dafür fehlt leider das nötige Kleingeld. Um zu den englischen Vereinskollegen aufschließen zu können, wäre nun der erste Schritt, die eigenen TV-Einnahmen auf ähnliches Niveau anzuheben wie es in der Premier-League bereits der Fall ist.

Eine Möglichkeit dieses Vorhaben in die Wege zu leiten ist daher zunächst: Mehr Sendeplätze schaffen!

Je öfter ein Bundesliga-Spiel in irgendeinem Fernseher zu sehen ist, umso mehr Geld lässt sich mit dem Produkt Bundesliga verdienen.

Das wird auch aller höchste Zeit, denn jeder weiß wie schlecht es der DFL und ihren Mitgliedern derzeit finanziell geht.

Wie in allen Bereichen der Wirtschaft macht der Kapitalismus auch vor der schönsten Nebensache der Welt nicht halt. Immer mehr, immer mehr lautet die Devise. Immer mehr Gelder müssen generiert werden. Für einen Außenstehenden stellt sich da nur die Frage: Wofür?

Im Großen und Ganzen kann man mit dem Zustand der Bundesliga ziemlich zufrieden sein. Auch auf internationaler Ebene präsentieren sich die Vereine der deutschen Elite-Liga durchaus passabel. Vor allem im Vergleich zu den Mannschaften der Premier-League, die gerade eben das derzeitige Maximum aus den TV-Anbietern herausquetschen und dafür die Anstoßzeiten bedingungslos anpassen.

Die künftigen Verlegungen hätten aber auch Auswirkungen auf die Fans der Bundesligisten. Wer kann es sich Montags abends erlauben die Reise zu einem Auswärtsspiel anzutreten. Ein Problem, das die Vereine der 2. Bundesliga bereits seit geraumer Zeit haben.

Auch würde der Amateurfussball darunter leiden. Noch mehr Sonntags-Spiele würden in Konkurrenz zu den Spielen der unteren deutschen Ligen stehen, die traditionell ebenfalls sonntags stattfinden und das schon seit einer Ewigkeit.

Wenn man also dem derzeitigen Trend folgt, so wird man gefühlt erst zufrieden sein, wenn auf einem weltweiten Kongress endlich die zwei dringend benötigten zusätzlichen Wochentage eingeführt wurden und man zumindest in Deutschland in der Lage ist an jedem Tag ein Bundesliga-Spiel stattfinden zu lassen.

 

Wie steht ihr zu den neuen Anstoßzeiten der DFL?

 

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