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Amtierende Champions unter sich: Deutschlands und Spaniens Rolle in der EM

Wenn am 10. Juni die Euro 2016 in Frankreich beginnt, sprechen die Quoten für einen Europameister aus dem Gastgeberland.

Durch den Heimvorteil besitzt Frankreich die niedrigste Quote aller Teams. Vielleicht auch deshalb, weil es den Franzosen schon 1998 gelang, den Pokal im eigenen Land zu halten; damals wurde die Équipe Tricolore sogar Weltmeister.

Doch wenn es um Titel in der jüngsten Vergangenheit geht, sind ohne Zweifel Deutschland und Spanien zu den Favoriten zu zählen. Spanien hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Europameistertitel zu verteidigen, und wird deshalb mit voller Motivation in dieses Turnier gehen. Deutschland hingegen geht voller Selbstvertrauen als aktueller Weltmeister ins Rennen und möchte nach dem Triumph von 1996 (jeder erinnert sich sicherlich noch an das “Golden Goal” durch Oliver Bierhoff) endlich wieder einen Europameistertitel holen. Sollten diese beiden Teams aufeinandertreffen, wird dies von der Brisanz her kaum zu überbieten sein.

Spanien mit guter Form

Die Spanier haben sich in ihrem Trainingslager in Schruns in Österreich optimal auf die kommende EM vorbereitet und untermauerten ihre Leistung eindrucksvoll beim 6:1 in Salzburg gegen die Mannschaft aus Südkorea, die sicherlich kein unbeschriebenes Blatt ist. Ein gutes Omen für die spanische Nationalmannschaft ist zudem, dass sie bei Vorbereitungen in Schruns sowohl vor der WM 2010 als auch bei der EM 2012 als späterer Meister hervorging. Wer ein bisschen abergläubisch ist, dem wird gefallen, dass die Spieler und Betreuer von Papst Franziskus geweihte Anhänger der Heiligen Maria als Glücksbringer bekamen. Wenn das mal kein Glück bringt!

Sorgen bereitet den Spaniern allein der Ausfall von Verteidiger Dani Carvajal, der wahrscheinlich von Hector Bellerin vertreten wird. Bellerin konnte Carvajal, der sich im Endspiel der Königsklasse gegen Atlético Madrid in Mailand eine Muskelverletzung zugezogen hatte, in der Vorbereitung bereits gut vertreten.

Mäßige Vorbereitung der deutschen Elf

Die deutsche Elf kann auf eine für ihre Verhältnisse nur mäßige Vorbereitung zurückblicken. Schmerzlich war vor allem die 1:3 Niederlage gegen die Slowakei. Doch nach dem Trainingslager in der Schweiz sind die Deutschen zuversichtlich, dass sie endlich wieder einen EM-Titel mit nach Hause nehmen können. Trainer Jogi Löw ist übrigens der erste Bundestrainer, der bei drei Europameisterschaften die Verantwortung trägt.

Schmerzlich sind des Weiteren die vielen Ausfälle bei der DFB-Auswahl. So wie Spanien muss Löw ebenfalls einen Ausfall in der Defensive kompensieren. Der frisch nach München gewechselte Mats Hummels wird durch den jungen Antonio Rüdiger vom AS Rom vertreten. Insgesamt gehören nun sieben neue Spieler zur Auswahl, die den aktuellen Titel holen will.

Die Deutschen haben zwar keine Glücksbringer erhalten, aber im Trainingslager im französischen Évian-les-Bains kann die Mannschaft vielleicht auf die Wirkung des Bergquellwassers zurückgreifen, das unter dem Namen des Ortes weltweit vertrieben wird. An diesem Ort hat der DFB das Hotel Ermitage exklusiv gebucht, und die Mannschaft hofft, hier bis zum Ende der EM zusammenbleiben zu können.

Direktes Duell im Viertelfinale?

Zu einer Neuauflage des EM-Finales von 2012 kann es frühestens im Viertelfinale kommen. Die Quoten sagen ein Finale zwischen Deutschland und Frankreich voraus, erst dann folgt die mögliche Begegnung zwischen den Nationalmannschaften aus Spanien und Deutschland.

Wir sind gespannt, was das Turnier nicht nur in Bezug auf diese beiden Top-Teams bereithält.

1 Kommentar

  1. Khoa sagt:

    3 Mal hintereinander Europameister zu werden ist wahrlich zuviel des Guten. Die Weltmeister von 2010 sind bei Spanien nicht mehr die Allerjüngsten und ein Debakel wie bei der WM 2014 sage ich der spanischen Elf voraus.

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