Borussia Dortmund - 1. FC Köln

5:0 Heimerfolg des BVB zum Launch von PES 2018

Auch die kurze Halbzeitpause wurde zum Zocken genutzt

19.09.2017 Vergangenen Sonntag waren wir zu Gast in der Konami-Loge im Signal Iduna Park. Als letzte Partie des vierten Spieltags wurde um 18 Uhr das Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Köln angepfiffen. Rund um die Begegnung selbst wurde fleißig die neue Version von Konamis Konsolenfußball-Hit PES 2018 getestet.

Dortmund zu stark für Köln

PES 2018 ist seit dem 14. September im Handel

PES 2018 ist seit dem 14. September im Handel

Das Spiel der beiden Traditionsmannschaften aus Deutschlands Westen ist schnell zusammengefasst. Köln stand über 90 Minuten tief am oder sogar im eigenen Strafraum und überließ dem BVB das Spiel. Die Kölner Spielidee mit schnellen Gegenangriffen für Gefahr zu sorgen blieb lediglich eine Idee. Zu sehen war davon nichts. Bereits mit Beginn der zweiten Hälfte war das Spiel für den BVB entschieden. Und erst nach dem 5:0 kam Köln bedingt durch einen Konzentrationsfehler in Dortmunds Hintermannschaft zu einer vielversprechenden Torchance, welche jedoch an diesem Abend ebenfalls liegen gelassen wurde.

Bemerkenswert waren aus meiner Sicht vor allem zwei Themen. Zum einen hatte sich der Video-Schiedsrichter bei zwei spielentscheidenden Szenen zu Wort gemeldet. Zum anderen haben sich die Kölner Fans wieder von ihrer besten Seite gezeigt.

Video-Schiedsrichter entscheidet auf 2:0

Dass der Video-Schiedsrichter in der Nachspielzeit der 1. Hälfte für das 2:0 der Hausherren sorgte, sollte vor allem die Kölner noch bis Dienstagmittag beschäftigen. Bis dahin wollte man nämlich offiziell gegen die Spielwertung Einspruch erheben. Grund dafür war, dass Schiedsrichter Patrick Ittrich das vermeintliche Foul von Dortmunds Sokratis an Kölns Schlussmann Timo Horn abgepfiffen hatte, bevor der Ball im Anschluss über die Torlinie rollte. Hier ist laut Regeln kein Einschreiten des Video-Schiedsrichters möglich. Dennoch wurde dieser aktiv, korrigierte die Entscheidung Ittrichs und entschied auf Tor für Dortmund.

Mittlerweile gab der FC Köln bekannt, dass man aufgrund der geringen Erfolgsaussichten auf einen Einspruch verzichten wird. Nicht jedoch ohne noch einmal zu erwähnen, warum man sich überhaupt dazu genötigt fühlte. In der Endabrechnung der Fußball-Bundesliga kann nämlich jedes einzelne Tor über Tabellenplätze und somit auch über Abstieg oder Nichtabstieg entscheiden. Und trotzdem ist das für mich – und da springe ich Hans-Joachim Watzke zur Seite – die Eigenschaft eines schlechten Verlierers.

Warum wurde der Video-Schiedsrichter installiert? Um Fehler des unparteiischen Gespanns zu minimieren. Der Pfiff in diesem Moment war der einzige Fehler. Verändert hat er jedoch nichts. Der Ball ist im Anschluss ins Tor gerollt und niemand konnte das verhindern – egal ob Pfiff oder nicht. Und da es kein Foul am Torhüter war, ist es nur gerecht, dass der Treffer für Borussia Dortmund gegeben wurde. Anstatt also auf Gerechtigkeit und Fairness Wert zu legen, suchte man nach Lösungswegen, um aus dieser Situation doch noch irgendwie als Gewinner hervorzugehen. Das hat der FC Köln eigentlich nicht nötig.

Elfmeter per Video-Beweis

Dortmunds Marco Reus in PES 2018

Dortmunds Marco Reus in PES 2018

Nach der Halbzeit startete der BVB genauso furios wie zu Beginn der ersten Spielhälfte. Der Kopfball von Dortmunds Maximilian Philipp hätte wohl zum 3:0 für die Heimelf geführt, wenn nicht Kölns Lukas Klünter mit seiner Hand dazwischen gesprungen wäre. Völlig korrekt daher der Einsatz des Video-Schiedsrichters, der in dieser Szene auf Handelfmeter entschied. Diese Chance ließ sich BVB-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang nicht entgehen und schoss zum 3:0 ein.

In beiden Fällen war das Fazit der Zuschauer um mich herum das gleiche: Zwar war es gut, dass der Video-Schiedsrichter die beiden Fehler korrigierte. Die Fans im Stadion wurden jedoch nicht informiert, warum er eingegriffen und was er gesehen hat. Vor allem aus Sicht der Kölner Fans kann ich daher nachvollziehen, dass man sich benachteiligt fühlt und seinen Frust in nicht gerade positiven Gesängen gegen Schiedsrichter und DFB raus lässt. Der Video-Beweis wird nur dann eine Chance auf Akzeptanz haben, wenn diese Entscheidungen direkt dem Publikum vor Ort, beispielsweise per Stadiondurchsage, mitgeteilt werden. Dies wird bei einem Football- oder Eishockey-Spiel auch so gehandhabt.

Kölner Fans vorbildlich

Ein fast ausschließlich positives Bild erhielten wir von den mitgereisten Kölner Fans. Von der ersten bis zur letzten Minute sorgten die Kölner Anhänger für richtig gute Stimmung. Selbst als das Spiel schon zu Gunsten des BVB entschieden war, hörte man die Fans in rot und weiß stellenweise lauter als die Fans in schwarz und gelb auf der Südtribüne. So stelle ich mir das vor, wenn Auswärtsfans ihr Team begleiten.

Der Fussball-Blogger mit Mathias und Philipp, den Gewinnern der VIP-Tickets

Der Fussball-Blogger mit Mathias und Philipp, den Gewinnern der VIP-Tickets

Lediglich die Aktion nach Abpfiff kann ich nicht ganz nachvollziehen. Zunächst gab es aufheiternden Beifall als sich Mannschaft und Verantwortliche auf Höhe der Mittellinie in einem Kreis versammelten. Als die Mannschaft dann aber zu den Fans ging, um sich für die überragende Stimmung zu bedanken, schwankte der Support der Kölner Anhänger um. Das eigene Team wurde doch relativ deutlich nieder gemacht. Nach der Unterstützung bis dahin hätte ich das von den eigenen Fans nicht erwartet.

Ich bin mir jedoch auch sicher, dass die Fans schon beim nächsten Heimspiel morgen Abend gegen Eintracht Frankfurt wieder alles dafür tun werden, damit der FC endlich die ersten Punkte einfährt. Nach der 0:5-Klatsche war man einfach nur enttäuscht.

Los-Gewinner bejubeln BVB-Glanzleistung

Auch Mathias und Philipp, die beiden Gewinner unserer Verlosung, haben also einen Abend erleben dürfen, an den sie sich noch lange zurück erinnern werden. Schließlich erlebt man solch einen Logen-Besuch nicht alle Tage. Und wenn dazu dann auch noch solch ein Torspektakel geboten wird, kann man nur zufrieden nach Hause gehen. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei allen Teilnehmern bedanken.

PES 2018 überzeugt mit Spielfreude

Der Grund für unseren Besuch in der Konami-Loge war natürlich die Präsentation der neuen Version von Pro Evolution Soccer. Seit vergangenen Donnerstag ist Konamis neueste Fußball-Simulation PES 2018 im Handel erhältlich.

Die Aufmachung des Signal Iduna Parks in PES 2018 kann sich sehen lassen

Die Aufmachung des Signal Iduna Parks in PES 2018 kann sich sehen lassen

Wir durften in den letzten Wochen bereits ein paar Tests durchführen und sind vor allem vom Spielgeschehen auf dem Platz beeindruckt. Realismus pur ist die beste Beschreibung für das, was wir während der Spiele gegen Computer-Gegner oder auch gegen andere Zocker erleben durften. Hinzu kommt, dass die diversen Partner-Vereine ideal integriert wurden. So kann man beispielsweise den Signal Iduna Park des Partner-Vereins Borussia Dortmund nicht besser präsentieren.

Spiele gegen den Computer oder auch online und insbesondere der Koop-Modus sorgen für mächtig Spaß. Neben dem üblichen Problem mit den fehlenden Lizenzen möchten wir noch kurz über die Meister-Liga, den Managermodus in PES 2018, schimpfen. Da wurde im Vergleich zum Vorgänger nicht wirklich viel verbessert. Die fehlende deutsche Liga und unrealistische Transfers trüben doch relativ schnell den Spaß an diesem Modus.

Alles in allem ist PES 2018 eine hervorragende Fußball-Simulation mit deutlichen Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger PES 2017. Selbst wenn man noch nicht viel Erfahrung mit Konsolen-Fußballspielen hat, kann man mit seinen Freunden schnell viele unterhaltsame Stunden erleben.

Bilder vom Sonntag

Weitere Bilder zum Event findet ihr in unserer Galerie.

Wir haben auch wieder ein paar Kontakte knüpfen können. Schaut euch dazu mal die folgenden Seiten an:

  • One4U testet für euch Konsolenspiele. Die Jungs haben einen sehr guten Testbericht zu PES 2018 angefertigt.
  • Das Fanclub Magazin kümmert sich um die Interessen und Geschichten der diversen Fanclubs und das demnächst auch in Form von Print-Ausgaben.

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